
Rollwiderstand von Fahrradreifen
Der Rollwiderstand vonRennradreifen ist für die Leistung von Radfahrern von entscheidender Bedeutung. Um deren Auswirkungen zu minimieren, sollten Sie die verschiedenen Faktoren kennen.
Der Rollwiderstand von Rennradreifen wird zum größten Teil durch ihre Neigung bestimmt, unter dem Gewicht des Fahrrads und des Fahrers zusammenzudrücken. Dadurch hat der Reifen eine größere Aufstandsfläche auf dem Boden und damit einen höheren Rollwiderstand.
Rollwiderstand von Rennradreifen: der Reifendruck!

Die Reifendruckwerte für Fahrräder und Mountainbikes laut Hutchinson.
&Natürlich lässt sich dieser Reifenabdruck durch einen angemessenen Reifendruck minimieren. Die minimalen und maximalen Reifendrucktoleranzen müssen eingehalten werden, vor allem aber gilt die 10-Prozent-Regel. Bei Rennrädern gilt allgemein, dass der Reifendruck 10 % des Körpergewichts des Fahrers betragen sollte. Dieser Wert ist jedoch nur ein Richtwert und sollte je nach Nutzung angepasst werden.
Denn ein mit 8 bar aufgepumpter Reifen verbessert zwar die Leistung, aber nicht den Komfort! Außerdem verliert ein überdruckgefüllter Reifen auf schlechten Straßen an Leistung, da erEr federt auf Unebenheiten ab und lässt die Tretkraft verpuffen.
Rollwiderstand von Rennradreifen: der Reifenquerschnitt

Der Rollwiderstand von 23- oder 25-mm-Rennradreifen laut Schwalbe.
Die immer weiter verbreitete Meinung, dass 25-mm-Reifen leistungsfähiger sind als 23-mm-Reifen, trifft bis zu einem gewissen Punkt zu. . Bei gleichem Reifendruck und gleicher Konstruktion weisen 23-mm- und 25-mm-Reifen nämlich die gleiche Aufstandsfläche auf, wenn der Fahrer nicht auf dem Fahrrad sitzt. Sobald der Fahrer jedoch auf dem Fahrrad sitzt, werden die Reifen zusammengedrückt. Der 25-mm-Reifen wirdin seiner Breite zusammen, während der 23-mm-Reifen in seiner Länge zusammengedrückt wird, wodurch sich eine größere Aufstandsfläche und somit ein höherer Rollwiderstand ergibt. Außerdem bieten 25-mm-Reifen einen besseren Komfort, da sie einen geringeren Reifendruck erfordern und so die Kräfte des Radfahrers während der gesamten Fahrt schonen.
Der Vorteil der 25-mm-Reifen gegenüber den 23-mm-Reifen ist jedoch zu relativieren. Denn es muss auch der Luftwiderstand berücksichtigt werden, der nach wie vor das größte Hindernis für den Radfahrer darstellt. Ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h ist der Luftwiderstand nämlich ein größeres Hindernis als der Rollwiderstand. Aus diesem Grund bevorzugen Profi-Radfahrer, für die Komfort keine Priorität hat, weiterhin 23-mm-Reifen, die reaktionsschneller und leichter sind und eine bessere Beschleunigung bieten. [Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank an Guillaume für seinen Hinweis. Er präzisiert in einem Kommentar, dass „wenn man sich vor dem Start eines Profirennens die Fahrräder ansieht, 80 % der Schlauchreifen 25 mm breit sind. FDJ, Trek, Europcar….. Alle wählen diesen Querschnitt aus Gründen der Leistungsfähigkeit (besser als 23 mm), aber auch aus aerodynamischen Gründen, den immer breiter werdenden Carbonfelgen, da der 25-mm-Schlauch ein Abscheren des hinteren Luftstroms an der Felge verhindert].
Rollwiderstand von Rennradreifen: die Karkasse

Die verschiedenen Faktoren, die den Rollwiderstand eines Fahrrads beeinflussen.
Die Dichte der Fahrradreifen spielt ebenfalls eine Rolle für ihren Rollwiderstand. Zur Erinnerung: Dieser wird in TPI (Thread Per Inch, d. h. „Fäden pro Zoll“, wobei 1 Zoll 2,54 cm entspricht). Dieser Wert hängt von der Anzahl der Fäden ab, aus denen die Karkasse auf einer bestimmten Fläche besteht. Je höher die Anzahl der Fäden auf einer Fläche ist, desto dünner sind sie. In diesem Fall ist das Gesamtgewicht des Reifens geringer, auch wenn mehr Fäden verwendet werden, da weniger Gummi benötigt wird, um die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fäden zu füllen. Der Rollwiderstand wird somit proportional verringert.
Baumwoll- und Seidenkarkassen bieten dank ihrer Flexibilität die beste Leistung und den besten Komfort (sie hüpfen weniger auf Unebenheiten der Straße als Reifen mit Nylonkarkasse). Es ist zu beachten, dass einige Hersteller wie Michelin und Hutchinson einen TPI pro Fadenlage angeben. Eine Reifenkarkasse besteht jedoch an einigen Stellen aus drei Fadenlagen, und Hersteller wie Vittoria geben die Summe der TPI dieser drei Lagen an!
Rollwiderstand von Rennradreifen: die Lauffläche

Ein Reifen wird in den Mavic-Werkstätten auf Herz und Nieren geprüft.
Ein glatter Reifen mit weicher Gummimischung bietet einen geringeren Rollwiderstand als ein Reifen mit Profil und harter Gummimischung. Zunächst muss sich die Gummimischung verformen, um sich an die Unebenheiten der Fahrbahn anzupassen und so für Haftung zu sorgen. So benötigt ein weicher Gummi beim Treten weniger Energie, da er sich leichter verformt (allerdings ist seine Lebensdauer geringer, da er sich schneller abnutzt). Ebenso bietet ein glatter Reifen einen besseren Kontakt zur Fahrbahn, was die Kraftübertragung weiter erleichtert.