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Gravel-Fahrradräder

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700c ist der vielseitige Standard für sportliches und flüssiges Gravel; 650b ermöglicht die Montage breiterer Reifen für anspruchsvolles Gravel. 700c-Räder (622 mm Felgendurchmesser) rollen auf Asphalt und flüssigen Wegen schneller, da ihr großer Durchmesser Hindernisse besser überwindet. Sie nehmen je nach Rahmen Reifen bis zu 42–45 mm auf. 650b-Räder (584 mm) ermöglichen die Montage von Reifen von 47 bis 55 mm auf kompatiblen Rahmen und bieten mehr Komfort, Grip und Stabilität auf technischem Gelände. Ein Radfahrer, der zu 60 % auf Straßen oder unbefestigten Wegen unterwegs ist, wird sich für das 700c entscheiden; ein begeisterter Gravel-Fahrer oder Bikepacker auf schwierigem Gelände wird das 650b bevorzugen, sofern sein Rahmen dies zulässt.

Eine Innenbreite von 21 bis 25 mm ist der Standard für moderne Gravel-Räder. Die Innenbreite bestimmt den optimalen Reifenquerschnitt: Eine 21-mm-Felge eignet sich für Reifen von 35 bis 42 mm, eine 23–25-mm-Felge ist ideal für Reifen von 40 bis 50 mm und mehr. Die ETRTO-Normen (2020) empfehlen, dass die Innenbreite das 0,55- bis 0,60-fache der Reifenbreite beträgt. In der Praxis sind Gravel-Felgen mit 23 mm (Innenbreite) der vielseitigste Standard auf dem Markt für 40-mm-Reifen, die am häufigsten verwendet werden. Zu schmale Felgen lassen die Reifenflanke aufwölben, was die Straßenlage beeinträchtigt.

Nein, das ist nicht zwingend erforderlich, aber Tubeless wird dringend empfohlen, um Pannen durch Einklemmen zu vermeiden. Beim Gravel-Fahren ist man auf unebenem Gelände (Kies, Wurzeln, Spurrillen) viel häufiger einem „Snake Bite“ (Panne durch Einklemmen des Schlauchs zwischen Felge und Hindernis) ausgesetzt als auf der Straße. Tubeless-Reifen beseitigen dieses Risiko und ermöglichen das Fahren mit niedrigem Reifendruck (2,0 bis 3,0 bar), was den Komfort, die Haftung und die Dämpfung verbessert. Die Schutzflüssigkeit dichtet kleine Löcher automatisch ab. Der einzige Nachteil ist die etwas aufwendigere Erstmontage (erfordert einen Kompressor oder eine Standpumpe) und die regelmäßige Überprüfung des Flüssigkeitsstands (etwa alle 6 Monate).

Aluminium ist für die große Mehrheit der Gravel-Fahrer die vernünftige Wahl; Carbon ist aus Gründen der Leistung und des Gewichts gerechtfertigt. Gravel-Laufräder aus Aluminium (DT Swiss GR 1600, Fulcrum Rapid Red 3) bieten Robustheit, einfache Reparatur bei Beschädigungen (eine Alufelge kann gerichtet werden, eine Carbonfelge nicht) und einen zwei- bis viermal niedrigeren Preis. Für Bikepacking oder technisches Gelände wird Aluminium empfohlen. Carbonlaufräder (DT Swiss GRC 1400, Hunt Gravel Carbon) bieten eine Gewichtsersparnis von 200 bis 500 g, mehr Seitensteifigkeit und eine bessere Dämpfung hochfrequenter Vibrationen. Sie sind für Gravel-Wettkämpfe oder für Radfahrer sinnvoll, die auf flachen Strecken maximales Gewicht sparen wollen.

Prüfen Sie die vier Kriterien: Laufraddurchmesser (700c oder 650b), Achsstandard (Steckachse 12×100/142 mm oder Schnellspanner), Bremsscheibenstandard (6-Loch oder Centerlock) und maximaler Reifenabstand.Der Steckachsenstandard (Thru Axle) ist bei modernen Gravel-Rädern universell: 12×100 mm vorne, 12×142 mm hinten. Die herkömmliche Schnellspannachse (QR) ist älteren Modellen vorbehalten. Der Scheibenbremsstandard ist das zweite Kriterium: Die meisten Naben sind entweder 6-Loch (IS2000) oder Centerlock (Shimano). Adapter sind zwar erhältlich, erhöhen jedoch das Gewicht. Schließlich ist der maximale Reifenabstand im technischen Datenblatt des Rahmens oder der Gabel angegeben.

Ein niedriges Profil von 25 bis 35 mm ist der Standard für Gravel; ab 40 mm bringt die Aerodynamik kaum Vorteile und der Komfort nimmt ab. Hohe Felgen sind steif (gut für die Reaktionsfreudigkeit), dämpfen aber Vibrationen weniger gut. Beim Gravel, wo unebenes Gelände viele Stöße verursacht, bietet eine niedrige Felge (25–30 mm) mehr Komfort und eine bessere Vielseitigkeit. Felgen mit mittlerem Profil (35–40 mm) sind ein Kompromiss für sportliche Gravel-Fahrer auf abwechslungsreichem Gelände. Das Felgenprofil hat kaum Einfluss auf die Leistung auf Schotter oder Wegen, wo der Luftwiderstand im Vergleich zum Rollwiderstand vernachlässigbar ist.

Ja, sofern die Achs- und Bremsstandards kompatibel sind, aber Rennradlaufräder sind in der Regel zu schmal für Gravel-Reifen. Ein Standard-Rennradlaufrad hat eine Innenbreite von 17 bis 19 mm und ist für Reifen von 25 bis 32 mm optimiert. Die Montage von 38–42-mm-Gravel-Reifen auf einer Felge mit 17 mm Innenbreite führt zu einem instabilen und suboptimalen Ballonprofil. Zudem sind einige Carbon-Rennradlaufräder nicht für Reifen mit mehr als 32 mm zugelassen. Für Veranstaltungen auf gemischten Strecken, bei denen man auf den asphaltierten Abschnitten schneller fahren möchte, ist die Montage von 32–35-mm-Reifen auf breiten Rennradlaufrädern hingegen eine sinnvolle Option.

Ja, aber man sollte überprüfen, ob der Freilaufkörper geeignet ist. Shimano 12-fach-Gravel-Laufräder verwenden einen Microspline-Freilaufkörper (Ritzel mindestens 10 Zähne). SRAM 12-fach-Gravel-Laufräder verwenden einen XDR-Freilaufkörper (die Rennradversion des MTB-XD). Diese beiden Standards sind nicht untereinander austauschbar. Einige High-End-Laufräder (DT Swiss, Roval, Mavic) bieten jedoch austauschbare Freilaufkörper an: Eine einzige Nabe kann je nach Antrieb verschiedene Arten von Freilaufkörpern aufnehmen. Überprüfen Sie vor dem Kauf, ob der angebotene Freilaufkörper mit der auf dem Fahrrad verbauten Gruppe kompatibel ist.

28 bis 32 Speichen sind der Gravel-Standard, wobei Speichen aus Edelstahl oder behandeltem Stahl für die Vielseitigkeit auf Straße und Wegen verwendet werden. Bei hochwertigen Rennrädern wird die Speichenzahl oft auf 20–24 reduziert, um Gewicht und Aerodynamik zu optimieren. Im Gravel-Bereich beansprucht das Gelände die Speichen stärker: 28 Speichen vorne und 32 hinten sind der gängigste Kompromiss zwischen Robustheit und Leichtigkeit. Flache Speichen (Sapim CX-Ray, DT Aerolite) sind leichter und etwas aerodynamischer als runde Speichen, aber auch teurer. Für Bikepacking und Gravel-Abenteuer mit Gepäck bieten 32 symmetrische Speichen die beste Robustheit. Ein gut eingespeichtes Laufrad mit hochwertigen Speichen hält Stößen und leichten Verformungen gut stand.

Zwischen 300 und 600 € für hochwertiges Aluminium; 900 bis 2.000 € und mehr für leistungsstarkes Carbon. Aluminiumlaufräder unter 300 € gibt es zwar, doch weisen sie oft minderwertige Naben und Lager auf, die nicht sehr langlebig sind. Zwischen 300 und 600 € bieten die Laufräder DT Swiss GR 1600, Mavic Allroad SL oder Fulcrum Rapid Red 3 hohe Zuverlässigkeit und geringes Gewicht. Ab 900 € kommt Carbon ins Spiel (Hunt Gravel Carbon Wide, DT Swiss GRC 1400, Roval Terra) – mit Gewichtsersparnissen von 300 bis 600 g und einem besseren Fahrgefühl auf der Straße. Für Gravel-Wettkämpfe oder anspruchsvolle Radmarathons lohnt sich die Investition in ein Carbon-Laufradpaar. Für Bikepacking und das tägliche Abenteuer ist Aluminium die beste Wahl.

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