
So wählen Sie die richtigen Mountainbike-Räder
Ob Downhill, Cross-Country, Enduro oder All-Mountain – die richtige Wahl der MTB-Räder ist entscheidend für Komfort, Zuverlässigkeit und Leistung. Das Gewicht der Räder, ihre Abmessungen und die Art der Reifenmontage gehören zu den wichtigsten Auswahlkriterien.
Auswahl der Mountainbike-Räder: die Abmessungen
26, 27 oder 29 Zoll – die Größe der Räder wirkt sich direkt auf das Fahrverhalten des Fahrrads aus. Die Wahl der richtigen Radgröße ist entscheidend, um den besten Kompromiss zwischen Wendigkeit, Stabilität, Reaktionsfähigkeit und Komfort zu erzielen (siehe auch unseren Artikel „ Mountainbike-Räder 26 Zoll, 27,5 Zoll oder 29 Zoll: Vergleich der Vorteile”.Nervosität und Manövrierbarkeit beim Downhill und Freeride

Downhill und Freeride erfordern Agilität und Reaktionsfreudigkeit: Die 26-Zoll-Räder halten denOffensive
der 27,5-Zoll-Räder in diesen Disziplinen, auch wenn diese zunehmend vertreten sind.
Downhill und Freeride gehören zu den anspruchsvollsten Disziplinen in Bezug auf Manövrierbarkeit und Agilität. Die beste Wahl für diese Disziplin sind daher 26-Zoll-Räder. Diese sorgen für eine hervorragende Reaktionsfähigkeit beim Halten des Gleichgewichts und beim Überwinden von Hindernissen. Der Durchmesser von 559 mm dieser Räder sorgt außerdem für eine höhere Festigkeit und Steifigkeit. Die 26-Zoll-Räder bieten außerdem deneinen weiteren Vorteil: geringes Gewicht. Dieser Faktor trägt zweifellos zur Aggressivität und Präzision des Fahrrads bei Sprüngen und Abfahrten bei. Dieser Kritikpunkt bleibt ein großer Vorteil, insbesondere für Amateur-Veteranen, die Nervenkitzel und Nervosität lieben.
Die Größe der 26-Zoll-Räder wirkt sich jedoch direkt auf den Komfort des Fahrers aus. Sie reagieren empfindlicher auf Unebenheiten und Stöße, die beim Befahren von unebenem Gelände entstehen.
Komfort und Traktion im Cross-Country
Beim Cross-Country stehen Traktion und Komfort im Vordergrund. Mit ihrem Durchmesser von 622 mm sind die 29-Zoll-Räder ein echter Vorteil in diesen Disziplinen. Sie bieten den Vorteil einer hohen Trägheit und einer beachtlichen Leistungsfähigkeit und ermöglichen es, längere Strecken mit weniger Kraftaufwand zurückzulegen als mit ihren kleineren Pendants. Die Haftung und Stabilität sind bei den Twenty-Niners deutlich verbessert. Außerdem dank des größeren Umfangs dieser Räder Stöße durch Unebenheiten besser abgefedert.
Die 29-Zoll-Räder sind jedoch aufgrund ihres Gewichts und Durchmessers schwerer und weniger reaktionsfreudig. Angriffe und Beschleunigungen erfordern bei diesen Radtypen ebenfalls eine beträchtliche Tretkraft. Sie sind daher in Disziplinen, die eine größere Agilität erfordern, wie Freeride oder Downhill, von Nachteil.
Vielseitigkeit im Enduro und All-Mountain

Die 29-Zoll-Räder sind im Cross Country wegen ihrer Geländegängigkeit sehr beliebt.
Für Enduro und All-Mountain sind 27,5-Zoll-Räder dank ihrer Vielseitigkeit die ideale Wahl. Sie sind wendiger als 29-Zoll-Räder und komfortabler als 26-Zoll-Räder. bieten die 650B-Räder den besten Kompromiss für unterschiedliches Gelände, von zerklüfteten Felsen bis hin zu freien Pfaden. Ihr Durchmesser von 584 mm sorgt für eine gute TrägheitTrägheit und sind gleichzeitig reaktionsfreudig beim Anfahren und wendig in schwierigem Gelände. Die Hersteller bieten zudem immer leistungsfähigere Produkte an, darunter 650B-Felgen, die kaum schwerer sind als 26-Zoll-Felgen.
Die Wahl der Mountainbike-Räder: Tubeless-, Tubeless-Ready- oder Tubetype-Felgen?
Bei der Wahl der Mountainbike-Räder ist der Felgentyp ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Die Entscheidung hängt von den Kriterien Zuverlässigkeit und Gewicht zwischen Tubetype-, Tubeless- und Tubeless Ready-Rädern ab (siehe auch unseren Artikel „ MTB-Reifen Tubeless oder Tubeless Ready? »).Tubeless-Ready für Zuverlässigkeit und Leichtigkeit
Beim Freeriden und Downhill sind Reifen unerlässlich, die Stöße bei Sprüngen und beim Überqueren von schwierigem Gelände absorbieren können. Tubeless Ready-Reifen sind leicht, zuverlässig und einfach zu montieren und eignen sich daher ideal für diese Disziplinen. Tubeless Ready-Felgen sind aufgrund des fehlenden Dichtungsmantels leichter als Tubeless-Felgen. Die Verwendung einer Pannenschutzflüssigkeit und deren regelmäßiger Austausch sind daher unerlässlich. Tubeless Ready-Felgen können jedochmit Ersatzschlauch montiert werden, was im Falle einer Reifenpanne einen erheblichen Vorteil in Bezug auf die Zuverlässigkeit darstellt. Im Vergleich zu Tubetype-Felgen schließen Tubeless Ready-Felgen das Risiko einer Reifenpanne durch Einklemmen des Schlauchs vollständig aus. Tubeless Ready-Reifen können daher mit einem niedrigeren Reifendruck befüllt werden, was zu mehr Komfort und besserer Haftung führt.
Tubeless für erhöhte Widerstandsfähigkeit

Der Tubeless profitiert von einer guten Widerstandsfähigkeit bei Enduro und All-Mountain.
Für Enduro und All-Mountain setzt man eher auf Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Die Tubeless-Montage, die eine höhere Pannensicherheit als Tubeless Ready bietet, ist für diese Disziplin ideal geeignet. Diese Art der Montage erfordert übrigens keine besondere Wartung, abgesehen von der Überprüfung des Reifendrucks. &Im Gegensatz zur Tubeless Ready-Konfiguration kann Tubeless mit einem Mindestdruck von etwa 1 bar unter dem für Tubetype erforderlichen Druck aufgepumpt werden. Allerdings ist eine Tubeless-Felge schwerer als ihr Tubeless Ready-Pendant. Der Nachteil dieses Mehrgewichts ist jedoch minimal, insbesondere im Enduro- und All-Mountain-Bereich.
Der Tubetyp, praktisch und einfach zu verwenden
Für den Cross-Country-Einsatz empfiehlt sich die Verwendung von Luftreifen. Die flexibleren und zugleich praktischen Tubetype-Reifen sind für einen „sanften” und komfortablen Einsatz konzipiert, insbesondere auf Twenty-Niners. Tubetype-Reifen lassen sich außerdem leichter montieren und bei einer Reifenpanne reparieren.